Donnerstag, 21. Februar 2013

Flash Point: Flammendes Inferno

Schwarze Nasen

Jeder Junge wollte irgendwann in seinem Leben einmal Feuerwehrmann werden. Somit ist Flash Point: Flammendes Inferno ein echtes, aber natürlich kein reines Jungensspiel. Und, die Jungens wird es freuen; man(n) darf sich auf den Boden werfen, mit Äxten Wände einschlagen und heroisch Opfer in die sichere rauch- und rußlose Freiheit schleppen.  Die Ausgangslage: ein Notruf trifft in der Rettungszentrale ein: „Hilfe es brennt!“. Nun ist Eile geboten; gemeinsam müssen sich die Spieler als Feuerwehrleute der Herausforderung stellen das Feuer zu bekämpfen und Menschenleben zu retten. Das Einsatzteam kämpft sich durch die Räume des Hauses und versucht ein Ausbreiten der Feuersbrunst zu verhindern und die eingeschlossenen Menschen zu retten. Leicht ist das keineswegs, an allen Ecken und Enden lodern Flammen auf, entzünden sich Schwelbrände und Rauch, sogar zu Explosionen kommt es.
In seinem Spielzug hat ein Feuerwehrmann verschiedene Aktionsmöglichkeiten. Er kann sich durch die Räume bewegen, Türen öffnen oder schließen, Wände mit seiner Axt einschlagen, löschen und schließlich Opfer tragen. Natürlich ist die Zahl der Aktionen limitiert, das sorgt für gehörigen Stress. Stets steht ein Feuerwehrmann vor der Frage was dringlicher zu erledigen ist, lässt man ein Opfer links liegen um einen Brand zu löschen? Kümmert man sich um das Opfer und riskiert eine weitere, unkontrollierbare Ausbreitung des Feuers? Diese Entscheidungskonflikte sorgen zwingend für Absprachen und das Entwickeln einer gemeinsamen Strategie aller Spieler.
Der spielerische Einstieg in das Flammeninferno ist dank einfacher Regeln simpel und lässt einen schnellen Start ohne langes Studium zu. Kundige Spieler, die eine größere Herausforderung suchen verlegen sich auf die Regeln für Fortgeschrittene. Freunde kooperativer Spiele erwartet mit „Flash Point: Flammendes Inferno“ eine echte Perle dieses Genres. Wirklich neu sind die Spielelemente und Abläufe sicher nicht, doch selten wurde ein Thema so stimmungsvoll umgesetzt. Das Lodern der Flammen ist förmlich zu spüren und so wird eine Runde zu einer fesselnden und schweißtreibenden Rettungsaktion, die am Ende sehr knapp werden kann. Und wenn die Jungs auch weibliche Verstärkung zulassen, kommt vielleicht etwas mehr rettende Weitsicht in ihre hitzige Jagd durchs Inferno.


Flash Point: Flammendes Inferno, von Kevin Lanzing für 1 bis 6 Rettungskräfte ab 10 Jahren. Spieldauer 45 Minuten. Verlag: Heidelberger Spielverlag

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